Atlético Madrid VS. Bayern München – Geschichte wiederholt sich

Warum Atlético Madrid die Bayern schlagen wird

Mit Hochspannung blickten Fans und Verantwortliche der vier verbliebenen Champions League-Teilnehmer Real Madrid, Manchester City, Bayern München und Atlético Madrid am Freitag auf die Auslosung im schweizerischen Nyon, wo das Los über die Paarungen im Halbfinale entscheiden sollte. Insbesondere der deutsche Vertreter, der FC Bayern München, hat mit Atlético Madrid das von vielen Fußballexperten orakelte Hammerlos gezogen, das den Rekordmeister auf seinem Weg in das Finale nach Mailand vor eine harte Probe stellen dürfte.

Atlético de Madrid

Atlético de Madrid

Defence wins Championships

Vor dem Aufeinandertreffen im Hinspiel im Estadio Vicente Calderón am 27. April liegen beide Vereine hinsichtlich ihrer Chancen auf das Erreichen des Finales gleichauf, denn obwohl der FC Bayern München im Hinblick auf die individuelle Klasse auf dem Papier im Vorteil ist, sind die Madrilenen in dieser Saison gefährlich wie nie zuvor. Ihre herausragende Defensivstärke stellten die Rojiblancos nicht zuletzt im Champions League Viertelfinale gegen den FC Barcelona unter Beweis, der trotz seines Künstlertrios Messi, Neymar und Suárez kaum Mittel gegen das Abwehrbollwerk der Madrilenen finden konnte. Die Tatsache, dass der FC Bayern München die Handschrift des katalanischen Star-Trainers Pep Guardiola trägt und damit einen ähnlichen ballbesitzlastigen Fußball spielt, dürfte dem spanischen Meister von 2014 unter Trainer Diego Simeone durchaus in die Karten spielen.

Pep Guardiola

Atlético Madrid vs Real Madrid

Kann sich Geschichte wiederholen?

Darüber hinaus ist es nicht zuletzt die nagende Finalniederlage gegen den Stadtrivalen Real Madrid im Champions League Finale 2014 in Lissabon, welche die Gier Atlético Madrids auf das erneute Erreichen des Endspiels antreibt. Wer anders als der FC Bayern München wüsste es schließlich besser? Denn nach der traumatischen 1:2 Niederlage in der Nachspielzeit im Finale 1999 gegen Manchester United war es gerade der deutsche Rekordmeister, der mit Charakteren wie Oliver Kahn und Stefan Effenberg den unbedingten Siegeswillen entwickelte und exakt zwei Jahre darauf den Henkelpott in den Nachthimmel von Mailand recken konnte. Die Bayern sollten also vorgewarnt sein, denn abermals findet das Finale, wie schon 2001, im Giuseppe Meazza Stadion statt. Warum sollte sich Geschichte nicht wiederholen, zumal auch Atlético Madrid mit Kapitän Gabi, Diego Godin sowie Coach Simeone über ähnliche Charaktere verfügt?

Zwei Städte im Ausnahmezustand

Mit Atlético Madrid hätte den FC Bayern tatsächlich kein härteres Los treffen können, denn insbesondere in Abwesenheit des Abwehrchefs Jerôme Boateng präsentierte sich die Guardiola-Elf zuletzt deutlich konteranfälliger als noch in der Hinrunde. Eine Tatsache, die den Madrilenen mit ihrer konterstarken Offensive um Antoine Griezmann, Fernando Torres und Koke nicht ungelegen kommt, zumal es die Spanier exzellent verstehen, ein Ergebnis konsequent zu verteidigen. Sollten es Ribéry, Lewandowski, Müller und Co also nicht schaffen, sich im Fußballtempel Vicente Calderón eine annehmbare Ausgangsposition inklusive Auswärtstor zu erarbeiten, wird es wohl auch für den fünfmaligen Champions League Sieger zu einer Herkulesaufgabe, Atlético Madrid aus dem Wettbewerb zu werfen und in das Endspiel einzuziehen. Experten sprechen mit Fug und Recht von einem vorweggenommenen Finale, das bereits jetzt die spanische Hauptstadt elektrisiert und die Anfragen nach  Übernachtungsmöglichkeiten im Zentrum von Madrid unmittelbar nach der Auslosung in die Höhe schießen ließ. Es ist also alles angerichtet für zwei magische Europapokalnächte in München und Madrid – Endstation Mailand.

Estadio Vicente Calderón

Quellen (CC 2.0, SA): leoglenn_g, porras, xtranews, 39844802@N08, jamiejohn

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